Fisten besser erklärt

Hallo Ihr Lieben…

mal Hand auf`s Herz – Wie oft seid ihr schon gefistet worden?
Nicht so oft? Dann ist dieser Beitrag etwas für Euch… denn in diesem Beitrag wird das Fisten (oder auch Fisting) Schritt für Schritt erklärt..

Wie ist das ? Wird beim Fisten wirklich die ganze Faust benutzt?

Ja, fisten bedeutet frei aus dem Englischen übersetzt Faustverkehr. Dennoch: Dies muss nicht zwingend wörtlich gemeint sein. Auch das Einführen mehrerer Finger oder das Einführen der gestreckten Hand bezeichnet man als Fisting. Zudem werden Handbewegungen, die zwischen dem Strecken der Hand und dem Ballen der Faust entstehen hier eingeordnet.

Insbesondere Anfänger sollten beim Fisting mit einzelnen Fingern der gestreckten Hand oder dem sogenannten “Entenschnabel” beginnen. Diese Handstellungen werden auch von Liebhabern des Fistings oft als angenehmer empfunden. Hier gilt es einfach, seine persönlichen Vorlieben auszuloten.

Kurz gesagt: Es muss nicht immer die ganze Faust sein, um das Fisting als lustvoll zu empfinden! Viel wichtiger ist, daß der Partner, der penetriert wird, keine Schmerzen empfindet.

 Was gilt es als Fisting-Anfänger zu beachten?

  • Informiere Dich: Gerade Anfänger sollten sich umfassend über die verschiedenen Aspekte des Fistings, wie beispielsweise die unterschiedlichen Fisting-Arten, Herangehensweisen und Risiken informieren.
  • Erstelle eine entspannte Atmosphäre: Um mit viel Lust fisten zu können, ist ein entspanntes Gefühl unabdingbar. In einer lockeren Atmosphäre lässt sich ein lustvolles Gefühl am Besten erzielen. Eine angenehme Lage des passiven Fisting-Partners wirkt möglichen Verkrampfungen entgegen. Beim Vaginal-Fisting darf das Becken der Frau beispielsweise auf einem Kissen gebettet sein.
  • Erstelle Kommunikation und Vertrauen: Wie bei allen Sexpraktiken ist es wichtig, offen mit seinem Partner zu sprechen und seine Wünsche und Vorstellungen zu äußern. Auch mögliche Grenzen sollten besprochen werden. Dabei spielt das Vertrauen eine große Rolle.
Eine offene, schamfreie Kommunikation ist beim Thema Fisting unerlässlich.
  • Hygiene: Auch die Hygiene wird beim Fisting sehr groß geschrieben. Insbesondere Anfänger sollten zudem über den Gebrauch von Einweghandschuhen nachdenken. Diese sind zwar nicht zwingend erforderlich, können aber die ersten Versuche unter Umständen einfacher gestalten. Ohne Einweghandschuhe zieht das verwendete Gleitmittel gegebenenfalls sehr schnell in Finger und Hand ein, die Hand wird rau und trocken und der gefistete Partner hat möglicherweise Schmerzen.
  • Langsames Herantasten: Als Fisting-Neuling ist unbedingt ein behutsames Herantasten angeraten. Fühlt zunächst mit einzelnen, dann mehreren Fingern vor, wo das persönliche Optimum liegt. Dies ist ein Prozess. Das heißt, nicht gleich beim ersten Mal wird alles perfekt laufen. Nehmt euch Zeit und habt Geduld.

 Wie fange ich beim Vaginal-Fisting am besten an?

Da die Vagina als natürlicher Geburtskanal vorgesehen ist, ist sie sehr dehnbar. Dennoch sollte behutsam vorgegangen werden, damit die Frau das Vaginal-Fisting als angenehm empfinden kann.

Fisten Vagina
Grundvoraussetzung ist eine hohe Scheidenfeuchtigkeit, die natürlich nur dann vorhanden ist, wenn die Frau erregt ist. Ein möglichst gefühlvolles Vorspiel darf beim Fisten also nicht fehlen.

Probiert anschließend vorsichtig aus, wie weit sich die Vagina zu diesem Zeitpunkt dehnen lässt. Dafür sollte die Scheide zunächst nur mit einigen Fingern penetriert werden, je nach Wohlbefinden kann anschließend der Rest der Hand eingeführt werden.

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Dies sollte auf keinen Fall mit ruckartigen Bewegungen geschehen, da auch die Schleimhäute einer Vagina nicht unbegrenzt belastbar sind. Vorsicht und Gefühl sind hier die obersten Prämissen.

Hände haben nicht nur ein größeres Volumen als ein Penis, die Haut ist an den Händen auch sehr viel rauer und saugfähiger. Deshalb sollte bei geringer bis normaler Scheidenfeuchtigkeit unbedingt ein Gleitmittel zur Hilfe genommen werden. Dies erleichtert das Eindringen in die gewünschte Körperöffnung ungemein. Das meist kühle Gleitmittel lässt auch die Hautoberfläche glatter erscheinen. Bei vielen Anfängern sind auch Einweghandschuhe beliebt.

Was sind die Besonderheiten beim Anal-Fisting?

Beim Anal-Fisting sind die Risiken sehr viel höher, da der Anus bei weitem nicht so dehnbar ist wie eine Vagina. Hier sollte erst recht ordentlich Gleitmittel verwendet und behutsam vorgegangen werden.

Ein wesentlicher Vorteil beim Anal-Fisting ist jedoch, daß es, im Gegensatz zum Vaginal-Fisting, von beiden Partnern in gleichem Maß durchgeführt werden kann, d.h. beide sowohl aktiv als auch passiv fisten können. Beide Partner haben so besser die Möglichkeit, untereinander ihre jeweiligen Grenzen klarer verständlich zu machen.

In diesem Video erfährst Du wie die Faust beim Fisten hineinpasst:

An*l F*sting – so passt die Faust in den A*sch ! I Lexy Roxx

 

Ruppige oder gewaltsame Bewegungen können zu einer Analfissur, einem sogenannten Einriss der Afterschleimhaut, führen.

In diesem Zusammenhang kann es zu Infektionen kommen, auch wenn der Geschlechtsverkehr mit Kondom stattgefunden hat. In schlimmeren Fällen kann es sogar zu Rissen im Darm oder sogar zu einer Schädigung des Schließmuskels, beziehungsweise der Beckenbodenmuskulatur, kommen. Dies kann Inkontinenz zur Folge haben.

Es sollte deshalb unbedingt behutsam und vorsichtig vorgegangen werden. Muskeln sind lernfähig, aber sie können nicht einfach so um ein Vielfaches ausgedehnt werden.

Fisten erfordert Übung. Viel Übung. Mit zunehmender Dehnungsfähigkeit des Anus stellt sich dann auch das gute Gefühl ein. Dem Muskel ist dies bereits bekannt, er entspannt sich, verkrampft nicht mehr. So kann der extrem erogene Darmendbereich stimuliert werden, was schließlich auch zum Orgasmus führen kann.

Wie ist das? Sollte ich vorm Fisten noch mal den Darm entleeren?

Ja, es ist ratsam, den Darm zuvor zu entleeren. Zum einen, weil beim Vaginal-Fisting unter Umständen Druck auf den Darm ausgeübt wird und dies hat zur Folge, daß sich die Muskeln verkrampfen und die Entspannung dahin ist. Zum anderen macht eine Darmentleerung durchaus Sinn, weil ein Muskel auch auf Signale reagiert. Wird nämlich der Schließmuskel im Anus stimuliert, ist das für ihn ein Zeichen, sich zu öffnen, was auch auf einmal unschöne Ergebnisse zur Folge haben kann. Eine Analspülung ist sehr zu empfehlen und verleiht ein sicheres Gefühl auf beiden Seiten.

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Wie beuge ich Schmerzen beim Fisting am besten vor?

Fisten Isabella`s erotische Hypnose

Viel Vorsicht und gefühlvolles Vorgehen sind die Voraussetzungen, um Schmerzen beim Vaginal- und Anal-Fisting zu vermeiden.
 

Schmerzen beim Fisting haben Muskelverkrampfungen zur Folge, was in der Folge dann dazu führt, daß sich der Anus oder die Vagina schließen und enger werden. Die Schmerzen werden dadurch zusätzlich gesteigert.

Deshalb ist es besonders wichtig, sich langsam heranzutasten und sich auch immer wieder zu vergewissern, daß es auch für den Partner angenehm ist. Auch beim Herausziehen der Hand ist Vorsicht geboten, denn hier gilt ebenfalls: Ruckartige Bewegungen sind zu vermeiden, da es sonst zu Verletzungen der Schleimhäute, etwa durch Fingernägel, kommen kann.

Beide Partner sollten nur soweit gehen, wie es ihre persönlich “erträgliche” Schmerzgrenze erlaubt. Nicht darüber hinaus. Regelmäßiges Üben wird schon bald erste Erfolge hinsichtlich der Erträglichkeit zeigen. Dann kann langsam und in kleinen Schritten das einzuführende Volumen gesteigert werden. Auch mit Dildos oder Vibratoren lassen sich durch langsame Steigerung Erfolge erzielen. Es müssen nicht zwingend die Hände sein.

Anal-Fisting ist, wie jede andere Sexpraktik auch, nicht jedermanns Sache. Genau wie beim Analverkehr mit Penis oder Vibrator kann die Penetration mit der Hand sehr schmerzvoll sein. Eine Tatsache, die sich durch Übung leicht beheben lässt. Dennoch: Bei einigen Menschen übertritt Anal-Fisting eine Schamgrenze, die in diesen Fällen auch nicht verletzt werden sollte.

Führt Fisting auf jeden Fall zum Orgasmus?

Hinsichtlich der Empfindungen beim Fisting gibt es extreme Unterschiede. Viele Frauen empfinden Vaginal-Fisting als ungeheuer erregend und beschreiben ihre Orgasmen als sehr viel intensiver als bei einer Penis-Penetration. Dies führt zu dem Wunsch, diese Sexpraktik dauerhaft zu nutzen und immer mal wieder gefistet zu werden.

Viele Frauen beschreiben ihre Orgasmen beim Fisting als extrem intensiv.

Dies kann einerseits mit dem Volumen, andererseits aber auch mit der Beweglichkeit der einzelnen Finger zusammenhängen. Dennoch gibt es beim Fisting natürlich keine Orgasmus-Garantie. Die Wahrnehmungen sind einfach zu individuell, um allgemeingültige Aussagen treffen zu können.

Wie ist das ? Leiert Fisting die Muskeln aus?

Ähnlich wie bei Fitness-Übungen gewöhnt sich die Muskulatur durch ständiges Training an die Belastung. Wichtig sind eine langsame Herangehensweise und eine kontinuierliche Erhöhung. Dadurch erhöht der Muskel die Dehnungsfähigkeit Stück für Stück und reagiert bei Penetration nicht mehr schmerzempfindlich.

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Sobald die Finger bzw. die gesamte Hand aus der Öffnung entfernt werden, zieht sich die Muskulatur in ihren Urzustand zurück. Dieser Vorgang ist ähnlich einer Geburt: Auch hier zieht sich die Vagina wieder zusammen und bleibt nicht auf Dauer so weit gedehnt, daß ein Neugeborenes problemlos hindurch passt.

Das Analfisting hingegen sollte man nicht ständig praktizieren, da der Schliessmuskel sonst in seiner Funktion nachläßt.

Kann man direkt nach dem Fisting wieder Sex haben?

Obwohl sich sowohl die anale als auch die vaginale Muskulatur wieder entspannt und zurückbildet, ist es nicht ratsam, unmittelbar nach dem Fisting auf herkömmliche Art miteinander zu schlafen.

Paar beim Fisten

Grund ist, daß sich nach dem Fisting die gedehnte Muskulatur erst einmal wieder zurückbilden muß. Mit dem normalem Sex sollte daher noch danach dann noch gewartet werden.
 

Bei der Frau ist zwar nicht mit Schmerzen zu rechnen, aber ganz so schnell funktioniert die Rückbildung der Vaginal-Muskulatur dann doch nicht. So ist es durchaus möglich, daß die Frau bei der herkömmlichen Penetration nichts spürt, denn: Eine Hand, beziehungsweise eine Faust, füllt die Frau definitiv mehr aus als ein Penis.

Zudem ist auch das Gefühl ein völlig anderes. Während beim Sex oftmals gerade die Reibung und die verhältnismäßig schnelle Bewegung das Erregende ist, reichen beim Fisting oftmals sehr langsame, kleine Bewegungen aus, um die Partnerin sehr zu stimulieren.

Dies verspricht zwar einen sehr heftigen Orgasmus, dennoch kann die Vagina für kurze Zeit nicht nur überdehnt, sondern auch überreizt sein. Deshalb sollte zwischen Fisting und Geschlechtsverkehr mindestens eine gute Stunde liegen.

Beim Fisten gilt: Erlaubt ist, was gefällt

Fisting ist, egal in welcher Form, weder pervers oder abartig. Wichtig ist einfach, daß alle Beteiligten Spaß haben. Ist diese Voraussetzung gegeben, spricht nichts dagegen, sich in der richtigen Stimmung nach Herzenslust auszuprobieren und herauszufinden, wie weit man gehen mag. Gibt man dem Ganzen auch ausreichend Zeit, damit sich die Muskeln entsprechend daran gewöhnen können, steht einer aufregenden, neuen sexuellen Erfahrung nichts im Weg.

Wie ist eure Erfahrung mit dem Fisting? Ab in die Kommentare!