Englische Erziehung

Englische Erziehung - in diesem Beitrag erfährst Du Wesentliches zum Thema englische Erziehung

Englische Erziehung – Dienstmagd, Jüngling, Gouvernante: Das Trio für Fantasien von Lust und Schmerz in der Literatur

Englische Erziehung – Die Lust am “geschlagen werden”

Erziehung im Bereich des SM (Englische Erziehung) ist eine äußerst wichtige und grundlegende Sache. Die Englische Erziehung stellt in diesem Kontext eines der großen klassischen Elemente des SM dar. Kennzeichnend für die Englische Erziehung sind dabei Disziplin, Erlernung von Umgangsformen und knallharte Bestrafung bei Verfehlung. Bei der Englischen Erziehung befindet sich die Herrin automatisch in der Rolle der Erzieherin/Lehrerin, die ihrem Untergeben/Sklaven entsprechende Grundsätze, Zusammenhänge, Verhaltensweisen und Benehmen beibringt. Jegliche Verfehlung wird dabei konsequent bestraft.
Dabei ist das klassische Instrument für die Bestrafung bei der Englischen Erziehung der Rohrstock, im modernen SM wird aber auch gerne der Lederriemen oder die Gerte eingesetzt.

Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Englische Erziehung zudem eine sehr gute Ausgangsbasis für zahlreiche andere Erziehungen darstellt, da der Sklave durch sie sehr schnell die Rollenverteilung verinnerlicht, und versteht, daß jedes Fehlverhalten (sofort) Konsequenzen nach sich zieht.

Seinen Ursprung hat die BDSM-Praktik im England des 19. Jahrhunderts.

Englische Erziehung noch besser verstehen

Was aber ist die „englische Erziehung“ wirklich? Um dies zu verstehen, müssen wir unseren Blick teilen: Einmal ist es eine Form der lustvollen Züchtigung in sogenannten „Flagellationsbordellen“, zum anderen aber auch Literatur, die „Schläge aus Sinnlichkeit, Lust und Liebe“ verherrlicht.

In beiden Fällen sind vorzugsweise Gentlemen betroffen, deren Gesäß in Rollenspielen auf Heftigste traktiert wird. Diese Männer sehnen sich entweder von vornherein nach Schlägen oder sie werden als Jünglinge von Gouvernanten in die Welt der Schmerzlust beingeführt. Die Herren empfangen also die Schläge und die Damen führen sie aus.

Da die englische Erziehung so gut wie immer in Rollenspiele eingebunden wurde, besteht sie nicht nur aus Schlägen, sondern aus einem Zusammenspiel zwischen „Herrin und Zögling“.
Sie folgt deshalb immer einer Art Schema, das gezielte Demütigung, Abwertung und Züchtigung beinhaltet, aber auch lustvolle Erfüllungen der männlichen Sexualität.
In jedem Fall aber steht im Vordergrund, daß der Gentleman von der „strengen Erzieherin“ zu irgendeinem Zeitpunkt in entehrenden Positionen mit Schlägen traktiert wird.

Bei der englischen Erziehung bedeutet Demütigung und Züchtigung = Lust

Neben der gezielten Demütigung und Züchtigung steht vor allen Dingen die Lust im Vordergrund, denn das Spiel zwischen Dominanz und Unterwerfung kann unglaublich
erregend sein. Die Englische Erziehung weist zudem viele Parallelen zu anderen BDSM-Praktiken auf. So kommen bei der Züchtigung des Schülers zum Beispiel auch Fesselspiele zum Einsatz. Der Schüler kann hierfür auf einer Art Bock oder Holzgestell gefesselt werden, auf dem die Gouvernante ihm den Hintern verstriemt. Gleichzeitig kann auf der anderen Seite des Bocks eine zweite Dame damit beginnen, ihn oral zu verwöhnen. Dieses parallele Erleben von Lust und Schmerz macht den Reiz der Englischen Erziehung aus.

Aus psychologischer Sicht ist vor allem in der Literatur eine „Doppelbindung“ an liebevolle Berührungen und schmerzliche Hiebe, also die Erinnerung daran, daß die geliebte Person auch heftig zu Strafen imstande war, zu beobachten. Darüber hinaus wurden und werden folgende Fantasien bedient:

  1. Unterwerfung unter eine Frau, die der Mann normalerweise als „Personal“ bezeichnen würde, also eine Dienstmagd, eine Putzfrau oder eine Sekretärin.

  2. Die Teilnahme an geheimnisvollen Ritualen, die mit Strafen verbunden sind, deren Regeln dem Zögling aber weitgehend verborgen bleiben.

  3. Unterwerfung unter eine gleichaltrigen Frau, etwa einer Mitschülerin oder Cousine.

  4. Die Unterwerfung „unter den Rock“, also das peinliche Tragen weiblicher Kleidungsstücke vor und nach der Prozedur.

  5. Gespielte homosexuelle Handlungen am „Gentleman“ im Rahmen von Geschlechter-Rollenspielen. Dies bedient die Neigung in Internaten entstandene homosexuelle Kontakte neu zu erleben.

Die sonstigen psychologischen Gründe liegen im Dunkeln. Vermutlich hatten die meisten der Gentlemen in ihrer Jugend Umgang mit dem Personal und nicht selten wurden dabei heimlich an sich harmlose, aber prägende sexuelle Handlungen vorgenommen. Zudem waren die meisten jungen Männer mit der körperlichen Züchtigung durchaus vertraut und homosexuell geprägte Kontakte bestimmten möglicherweise ihr Internatsleben.

Wie immer die tatsächliche Gefühls- und Erlebniswelt der jungen Männer auch aussah – sie wurden alsbald zum bevorzugten Thema der flagellantischen Literatur. Erst über sie wurde England als “Stammland der Flagellanten“ bezeichnet.

Im Allgemeinen gilt das Werk „Gynecocracy“, das 1893 unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlicht wurde, als deutlichstes literarisches Beispiel einer „englischen Erziehung“. Die Geschichte handelt von einem jungen Mann, der die Lust parallel zum Schmerz kennenlernt, dabei von mehreren älteren und gleichaltrigen Frauen benutzt wird und zudem in seiner geschlechtlichen Identität verwirrt wird. Der Haupthandlungsstrang besteht aber aus seiner Erziehung durch eine strenge Gouvernante, unter deren Rock er zugleich sein erstes sexuelles Erlebnis hat: einen forcierten Cunnilingus.

Die Anzahl und Intensität der Schläge der ausführenden Damen waren in interessierten Kreisen bekannt und gingen weit über die „Sechs der Allerbesten“ Schläge mit dem Rohrstock hinaus.
Viele der Herren hatten ihre besonderen Vorlieben, die in Rutenschlägen, Rohrstockschlägen oder Schlägen mit Lederriemen und Peitschen bestanden. Zumeist wurden sie so ausgeführt, daß der Herr gefesselt auf einem Bock oder Holzgestell („Horse“) liegt oder etwas gebeugt an einem solchen steht und die Herrin in bequemer Position mit einem Rohstock sein Gesäß verbläut.

Dabei kalkulieren die Gentlemen durchaus ein, daß sie erhebliche Blessuren bekommen, die noch tagelang sicht- und fühlbar sind. Zeitzeugen berichten, daß es bestimmte „Böcke“ gab, mit deren Hilfe ein Dame Fellatio von vorne am Herrn ausführen konnte, während eine zweite Dame von der anderen Seite seinen Hintern verstriemte. Das sinnliche Gefühl, zugleich bestraft zu werden und der Lust zu frönen, musste in dieser Zeit besonders stark in den Köpfen verankert gewesen sein. Die „englische Erziehung“ als professionelle Tätigkeit ist eng verbunden mit der im Londoner Stadtteil Soho residierenden Theresa Berkley, die mit einem Flagellations-Bordell ein Vermögen machte.

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Was haltet Ihr von dem Wechselspiel zwischen heftiger Bestrafung und lustvoller Zuneigung?