Grenzüberschreitende BDSM-Spiele – Tunnelspiele

Isabellas erotische Hypnose

 Hallo Ihr Lieben!
Auch heute wieder ein sehr spannendes Thema:

Bei den BDSM Spielen geht es um Macht und Tunnelspiele sind eine extreme Form des Machtspiels zwischen Dom und Sub. Das Tunnelspiel ist im Rahmen des BDSMs eine Ausnahme, denn es fehlt – wie eigentlich im BDSM üblich – die Möglichkeit, das Spiel mit einem Safeword oder einem Handzeichen zu beenden. Der Grund ist, daß in diese spezielle Form des BDSM Spiels Dinge integriert werden, die nicht einfach wieder zu stoppen sind. Deshalb besteht schon im Namen die Verbindung mit dem Wort Tunnel, der so zu verstehen ist, daß es keinen Ausweg gibt. Kein Zurück. Einmal im Tunnel bedeutet nicht einfach wieder raus zu können. Wird sich in beiderseitigem Einvernehmen (Dom – Sub) auf eine Urikation eingelassen, werden der Schmerz und die Konsequenzen dieser Entscheidung so lange anhalten, wie der Brennessel-Brennprozess eben dauert – egal wie sehr gejammert wird.
Die Zustimmung des Subs ist bei Tunnelspielen daher auch speziell und hat eine besondere Gewichtung, denn eine mögliche Körperverletzung wird bewusst in Kauf genommen.

Tunnelspiele – Das Einverständnis in das Nichteinvernehmliche

Bei Tunnelspielen handelt es sich um Praktiken, die sich in rechtlichen Grauzonen bewegen. Das bedeutet, daß die Grenze zwischen Einvernehmlich- und Nichteinvernehmlichkeit besonders haarscharf ist. Hierdurch entsteht auch die Gefahr, daß die Spielereien in`s rechtlich Strafbare gleiten.

Sollte etwas schief gehen und die Nichteinvernehmlichkeit plötzlich Thema werden, wird im Hinblick auf eine eventuelle Strafe für einen der Teilnehmer je nach Situation entschieden, denn die gesetzliche Grundlage in solchen Fällen ist schwammig. Bei dem ganzen Spiel kann es sich schnell nicht nur um Körperverletzung handeln, sondern auch um Freiheitsberaubung oder Nötigung. Je nachdem wie sich das SM-Spiel entwickelt, hat der Unterworfene deshalb nicht nur mit der Gefahr von körperlichen Folgen zu rechnen, sondern auch mit psychischen.

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Der Metakonsens wird hier so definiert, daß der Dom hierbei auch trotz des Wissens um die vielen Gefahren – ob nun physisch oder psychisch – konsequent seinen Einsatz fortführt, egal wieviel das „Opfer“ leidet. Dabei gehen die Mitspieler von dem BDSM-Prinzip „CNC“ aus (Consensual-Non-Consent = Die einvernehmliche Nichteinvernehmlichkeit) aus.

Nicht von den sonst üblichen SSC- oder RACK Prinzipien (SSC : Safe, Sane, Consenual = Sicher, Zurechnungsfähig, Einvernehmlich = beruht auf die individuelle Beurteilung des Risikos für die Person) ; (RACK: Risk-aware consensual kinks = Risikobewusste Einvernehmlichkeit = beruht auf das Bewusstsein des Risikos der Handlung).

Tunnelspiele – für wen ist das Was?

Für wen hat diese Art des Lustschmerzes den größten Reiz? Es sind Sadomaso-Fans, das ist klar. Dominante Personen, die ihren Unterworfenen in aller Deutlichkeit ihre Macht demonstrieren wollen, aber auch Subs, die ihre Unterwürfigkeit verstärkt darstellen wollen. Es geht zudem um eine besondere Herausforderung, die Überwindung von Grenzen, um das gegenseitige Vertrauen, die Beweiserbringung wie belastbar eine Person ist und das Setzen neuer Grenzen. Die totale Auslieferung wird hierbei nicht nur in Kauf genommen, sondern ist explizit gewünscht.
Der besondere Kick ergibt sich zudem durch den Kontrollverlust. Ein Kitzel, den beide BDSMler teilen, denn keiner kann in diesem besonderen Spiel die Entwicklung voraussehen.

Tunnelspiele – Das eigene Bewusstsein

Was genau bei der Ausführung eines Tunnelspiels passiert ist also nicht vorhersehbar oder planbar.
Es kommt hierbei nämlich auf viele Faktoren, die für sich eine Rolle spielen, an.
Zum Beispiel, ob es sich um eine innerliche oder äußerliche Variante handelt oder um sogenannte Kombispiele.

Die Metakonsenspraktiken lassen sich mit anderen Erziehungsmaßnahmen kombinieren. Was auf jeden Fall sicher ist – egal welche Folgen die Ausübung nachher haben wird – das eigene Bewusstsein spielt eine große Rolle. Zum einen, weil sich bewusst darauf eingelassen wird, zum anderen, weil das eigene körperliche Bewusstsein besonders ausgereizt wird und weil die Beziehung zwischen Top und Bottom bewusst verstärkt und gefestigt wird. Auch wenn die Konsequenzen insgesamt nicht überschaubar sind wird beim Tunnelspiel davon ausgegangen, daß der Dom nicht so handelt, daß dem Sub absichtlich und ernsthaft ein dauerhafter Schaden zugefügt wird.

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Tunnelspiele – Planung und Integration in den Alltag

Es sollte darauf geachtet werden, daß Tunnelspiele mit hoher Wahrscheinlichkeit sichtbare Konsequenzen haben. So können also am Montagmorgen, wenn das Spiel schon abgeschlossen ist, noch Spuren zu sehen sein. Deshalb sollte immer überlegt werden, wie die Konsequenzen der sexuellen Handlungen im Endeffekt aussehen können. Für jede Situation und Vorliebe gibt es dementsprechend eine passende Variante des Spiels.

Reizen Dich Tunnelspiele? Welche Variante praktizierst Du? Hinterlasse einen Kommentar!